cropped-cropped-wasserturm1.jpg

KALK. 6. August 2016. Die sogenannte Vorrangprüfung für Geflüchtete ist seit heute für Köln und das gesamte Rheinland ausgesetzt.

Das heißt, dass Geflüchtete, die länger als drei Monate in Deutschland leben, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können, ohne dass sich der künftige Arbeitgeber zunächst mit der Arbeitsagentur herumschlagen muss, ob es nicht irgendwo einen EU-Bewerber auf die Stelle geben könnte, der „Vorrang“ hätte.

„Flüchtlinge, über deren Antrag auf humanitären Schutz noch nicht entschieden wude, haben nach drei Monaten Aufenthalt grundsätzlich Zugang zum Arbeitsmarkt“, schreibt das Bundesarbeitsministerium zu der heute in Kraft getretenen Novelle auf seiner Homepage. „Die Erlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung setzt bislang regelmäßig voraus, dass die Bundesagentur für Arbeit prüft, ob bevorrechtigte inländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Beschäftigung zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung) und die Flüchtlinge nicht zu ungünstigeren Bedingungen als vergleichbare deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden (Prüfung der Beschäftigungsbedingungen). Die tatsächliche Aufnahme der Beschäftigung ist in der Vergangenheit oftmals an der Vorrangprüfung gescheitert.“

http://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/erleichterter-arbeitsmarktzugang-fluechtlinge.html;jsessionid=F0A68D422BDFC046AA4BC03478576F9C